Berufs-Erlebnis-Tag der 9. Klasse

Der Tag stand unter einem guten Zeichen. Die Nachrichten prophezeien einen schönen Novembertag – kühl aber mit blauem Himmel. Also machte sich die 9. Klasse pünktlich um 8.00 Uhr gemeinsam mit Herrn Weick und Herrn Bäumer auf den Weg nach Hangelar um einen außergewöhnlichen Tag zu verbringen.

Dieser Tag sollte an die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse eine ganz neue Herausforderung stellen. Es galt an unterschiedlichen Stationen berufsbezogene Aufgaben zu lösen.

Eine Gruppe begann den Tag damit einen fiktiven „Ikea-Parkplatz im Miniformat“ zu planen und dann zu erstellen. Hierzu mussten sie einen Schotterplatz ausmessen, eingrenzen und dann mit einer Richtschnur versehen. Wie war das nochmal mit dem Pythagoras…? Wie bekommen wir auf dieser Fläche eine Ebene hin…? All dies waren Fragen, die sich im Verlauf dieser Station stellten und ihr Schulwissen in einen praktischen Bezug stellten. Aber auch ganz lebenspraktische Fragen taten sich auf, als auf einmal ein Bleistift gespitzt werden sollte aber kein „normales“ Werkzeug dafür vorhanden war.

Zur selben Zeit hatte eine andere Gruppe ein viel „schwereres“ Problem. Ihre Aufgabe war es nämlich einen großen, schweren Baumstamm aus dem Wald heraus zu bekommen. Allein mit „Schülerkraft“ war dies nicht zu bewältigen. Daher durften die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse eine Seilwinde einsetzten, die an einem Traktor befestigt war. Damit aber nicht genug: „Wie bekommen wir den Stamm um die anderen Bäume herum…?

Am Ende des Tages hatten alle Schülerinnen und Schüler mal mit einer Walze, einer Rüttelplatte, einer Seilwinde, einer Kehrmaschine und einem Aufsitzrasenmäher, welcher als „Formel1 Wagen“ um Tonnen fahren musste, gearbeitet und dabei viele Erfahrungen sammeln können.

Ein Tag der im nächsten Jahr mit der neuen 9. Klasse wiederholt werden sollte

 

Trommeln in der Bonner Kunsthalle

Am 27.11.2011 war es endlich soweit!
Die Trommler der Siebengebirgsschule haben zum zweiten Mal an dem Bonner Schul- und Kulturfestival teilgenommen und mit ihrer rhythmischen Begleitung auf Conga und Djembe zu Popsongs aus den aktuellen Charts die Bundeskunsthalle zum Beben gebracht. Natürlich war die Aufregung an diesem Tag besonders groß.
So haben Kevin und Robina den Tag der Aufführung in der Bundeskunsthalle erlebt:
„Wir sind aufgestanden und haben uns gefreut. Wir mussten um 9.30Uhr in der Schule sein und alle waren aufgeregt. Dann sind wir gemeinsam zur Bundeskunsthalle gefahren und haben dort noch einmal geprobt. Nach und nach sind die Zuschauer gekommen und dann war es endlich so weit. Wir durften auf die Bühne und haben zwei Lieder gespielt und eine Zugabe gegeben. Als wir fertig waren, haben alle geklatscht und wir waren sehr zufrieden mit unserem Auftritt.“
Marcel beschreibt diesen besonderen Tag so:
„Mein Tag war super! Ich war aufgeregt als wir auf die Bühne gegangen sind. Überall fing es an zu kribbeln. Es war ein komisches Gefühl. Als das erste Lied gespielt wurde, trommelten wir sofort drauf los. Danach klatschten alle. Unsere Aufführung gefiel sogar den Leuten auf den reservierten Plätzen. Das dritte Lied wurde auch noch gespielt, weil die Zuschauer eine Zugabe wollten.“
Yessin berichtet:
„Mein Tag war toll, weil ich pünktlich da war. Als wir losgefahren sind, hat mein Bauch richtig weh getan. Das war schlimm! Als wir in der Bundeskunsthalle saßen und immer mehr Leute kamen, wurde ich sehr nervös, weil ich vor so vielen Zuschauern auftreten musste. Wir haben dann zwei Lieder gespielt, die mir beide gefallen haben. Das dritte und letzte Lied war unsere Zugabe, weil sich alle Zuschauer gefreut und gesagt haben, dass unser Auftritt sehr gut war.

Unter Wasser sind alle gleich

Abtauchen beim Schwimmfest: Förderschüler, Gesamtschüler und Hauptschüler profitierten voneinander

(mk) „Ein bisschen Angst habe ich schon“, gibt Ralf Herzog (13), Schüler der Hauptschule Hennef, ehrlich zu, denn gleich wird er mit Tauchanzug und Druckluftflasche auf den Grund des Beckenbodens der Sportschule Hennef abtauchen. Sein Tauchlehrer, Mirko Gassem, ist gerade mal ein Jahr älter. Er ist einer der Coaches der Schülerfirma „Die Abtaucher“, der Siebengebirgsschule Bonn-Bad Godesberg, eine Förderschule mit Schwerpunkt Lernen und Sprache. Am Ende des Vormittags werden noch weitere 100 Schüler/-innen der Hauptschule Hennef die Möglichkeit haben, mit Hilfe der Coaches abzutauchen, Ängste zu überwinden, Vertrauen aufzubauen, Teamgeist zu beweisen und Neues auszuprobieren. Und um es gleich vorwegzunehmen: Alle tauchten auch wieder auf!
Das Schwimmfest in der Sportschule Hennef wurde von der Siebengebirgsschule Bonn-Bad Godesberg und der Gesamtschule Hennef in fruchtbarer Kooperation auf die Beine gestellt. Initiatoren waren die Pädagogen Achim Bäumer und Dr. Volker Manz. Die Gesamtschüler der Jahrgangsstufe10 glänzten dabei mit der perfekten Organisation. Sie hatten mit ihrem Sportlehrer, Dr. Volker Manz, in einem Unterrichtsprojekt unterschiedliche Aufgaben für 5 Stationen eines Wasserparcours entwickelt. Neben motivierendem Wettkampf stand das vielfältige Erleben des Elements Wasser im Vordergrund. Springen und Auge-Hand-Koordination waren dabei gefragt. Eine Kreativgruppe kümmerte sich zudem um ein entsprechendes Plakat, die Urkunden für die teilnehmenden Teams und um die passende Musik. Dr. Volker Manz ist Sportwissenschaftler und Sportlehrer an der Gesamtschule Hennef. Diese unterstützt die Präventionskampagne „Fit in Fair Play“, eine gemeinschaftliche, bundesweite Aktion an 16 Schulen, initiiert durch den Malteser Hilfsdienst und die Deutsche Eishockey Liga. „Fit in Fair Play“ setzt sich aus den drei Bausteinen „Gemeinsam stark“, „Abenteuer Helfen“ und „Fair geht vor“ zusammen. Auch diese Aspekte wurde beim Schwimmfest erfolgreich umgesetzt. Das schulformübergreifende gemeinsame Lernen miteinander und voneinander blieb keine Theorie.
Die Förderschüler übernahmen die Station Gerätetauchen und konnten durch ihr spezifisches Wissen punkten. Als Tauchprofis bereiteten sie die Tauchneulinge, auf die ein Unter-Wasser-Mühle-Spiel wartete, gewissenhaft vor.
Achim Bäumer, Konrektor der Siebengebirgsschule Bonn-Bad Godesberg, leitet seit 1,5 Jahren das Pädagogische Tauchen an seiner Schule. Nicht das Tauchen mit den tauchspezifischen Übungen steht beim Pädagogischen Tauchen im Vordergrund, sondern der spezielle und individuelle zu fördernde Bedarf der einzelnen Teilnehmer. Die Auswahl der Übungen und Aufgaben wurden dabei so gestaltet, dass sie zu einer wohlwollenden, emotionalisierenden Konfrontation mit der eigenen Gefühlswelt und der sozialen Umwelt führten.
Am frühen Nachmittag traten alle Beteiligten müde die Rückfahrt mit dem Bus an. „Es war auf allen Ebenen ein gelungenes Schwimmfest“ – darin waren sich alle einig.

Abtauchen um Salti zu schlagen, wie es Mirko Gassem liebt, sollte in Zukunft auch über Wasser möglich sein.

3 Fragen an Achim Bäumer, Förderschulrektor der Siebengebirgsschule, Förderschule mit Schwerpunkt Lernen und Sprache, Bonn-Bad Godesberg

Herr Bäumer, Sie leiten seit 1,5 Jahren das Pädagogische Tauchen an ihrer Schule. Haben sich Ihre tauchenden Schüler verändert?

Bäumer: An dieser Schule 1,5 Jahre. Zuvor habe ich das Pädagogische Tauchen ca. 8 Jahre an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung durchgeführt.

Das Tauchen hat die Schüler auf mehreren Ebenen verändert. Zum einen erfahren die Schüler eine große Anbindung an die Schule durch das Tauchen „Wir sind an der Schule wo man tauchen kann“ – habe tatsächlich auch schon Schüler getroffen die genau aus diesem Grund zu unserer Schule wollten. Zum anderen erleben Schüler sich in Situationen von denen sie später mit stolz berichten können. Sie lernen sich in einer neuen, positiven Rolle kennen, auf die wir im Schulalltag immer wieder versuchen zurück zu greifen.

Aus dem Pädagogischem Tauchen ist eine Schülerfirma entstanden. Was steckt dahinter?

Bäumer: Da wir in öffentlichen Schwimmbädern tauchen gehen, kamen wir immer wieder mit anderen Schülern aus anderen Schulformen in Kontakt, die uns mit Interesse beim Tauchen zusahen. Häufig entstand in diesem Zusammenhang der Wunsch dieser Schüler auch mal mit abtauchen zu können. Also organisierten wir die ersten Tauchevents für andere Schulen in denen unsere erfahreneren Tauchschüler die Betreuung im Flachwasser übernahmen. Inzwischen haben wir eine intensive Kooperation mit dem Ev. Kinder- und Jugendheim Probsthof, bei der Schüler unserer Schüler-Taucherfirma Jugendlichen des Probsthofes wöchentlich Taucherlebnisse vermitteln. Die Einnahmen die wir dadurch erzielen, stecken wir zum größten Teil als Lohn der Coaches in die Qualifikation der Schüler unserer Firma. Neben der Stärkung des Selbstbewusstseins stellt die Schülerfirma eine realistische Berufsvorbereitungsmaßnahme dar, in der u. a. Verlässlichkeit, Durchhaltevermögen, Verantwortungsbewusstsein, Flexibiliät und Kooperationsfähigkeit gefordert und gefördert werden.